Emittentenrisiko

Das Emittentenrisiko beschreibt die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Kapitalverlustes für Anleger, falls ein Wertpapieremittent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.
Relevanz für die Finanzindustrie
  • Kundenberatung: Bankmitarbeiter benötigen ein tiefes Verständnis des Emittentenrisikos, um Kunden hinsichtlich der Risiken und der Sicherheit ihrer Investitionen in verschiedene Anlageformen  adäquat beraten zu können.
  • Risikobewertung und -management: Das Wissen um Emittentenrisiken ist entscheidend für die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Emittenten und das Management von Kreditrisiken, die mit der Vergabe von Krediten oder dem Ankauf von z.B. Wertpapieren verbunden sind.

Das Emittentenrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Herausgeber von Wertpapieren, wie z.B. Anleihen, Zertifikate, Derivate oder Optionsscheine, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Für Investoren bedeutet dies das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlustes des investierten Kapitals aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten.

Relevanz für Krypto ETNs und ETCs: Besonders relevant ist das Emittentenrisiko bei Produkten, die keine Sondervermögen darstellen, wie z.B. Schuldverschreibungen. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten können Anleger die Werte nicht zurückerhalten, was zu einem vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen kann.

Risikofaktoren:

  1. Kursänderungsrisiko: Vor Laufzeitende verkaufte Schuldverschreibungen können Kursschwankungen unterliegen, die das eingesetzte Kapital beeinträchtigen.
  2. Zinsänderungsrisiko: Änderungen im allgemeinen Zinsniveau können den Kurswert von Schuldverschreibungen beeinflussen, wobei ein steigendes Zinsniveau typischerweise zu einem sinkenden Kurswert führt.
  3. Bonitätsrisiko: Die Kreditwürdigkeit des Emittenten ist entscheidend; bei Zahlungsunfähigkeit können versprochene Zinszahlungen oder die Kapitalrückzahlung ausfallen.
  4. Währungsrisiko: Bei in Fremdwährung denominierten Schuldverschreibungen können Wechselkursschwankungen das Investment beeinflussen.

Folgen für Anleger: Die Insolvenz eines Emittenten kann zu teilweisem oder vollständigem Kapitalverlust führen. Die Bewertung des Emittentenrisikos ist daher ein kritischer Faktor bei der Investmententscheidung.

Emissionsarten: Unterschieden wird zwischen Selbstemissionen, bei denen der Emittent direkt Wertpapiere ausgibt, und Fremdemissionen, bei denen die Ausgabe über Finanzintermediäre erfolgt. Fremdemissionen können das Emittentenrisiko durch die Einbindung von Intermediären potenziell streuen.

Emittentenrating: Die Kreditwürdigkeit eines Emittenten wird durch Ratings von Agenturen wie Fitch oder Standard & Poor’s bewertet. Diese Ratings helfen Investoren, das Ausfallrisiko einzuschätzen. Die Bewertungsskala reicht von „Höchste Sicherheit“ (AAA) bis „Höchstes Risiko“ (D).

Risikominimierung: Anleger können das Emittentenrisiko durch Investitionen in diversifizierte ETFs oder Fonds reduzieren, da diese als Sondervermögen gelten und somit im Insolvenzfall geschützt sind. Eine breite Diversifizierung innerhalb eines Fonds oder ETFs kann zudem das Risiko von Ausfällen einzelner Wertpapiere mindern.

Emittentenrisiko
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