Krypto-Asset-Dienstleister (CASP)

Unter der Markets in Crypto Assets Regulation (MiCA) werden Krypto-Asset-Dienstleister oder Crypto-Asset-Service-Provider (CASP) als Unternehmen definiert, die in der EU Dienstleistungen wie die Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets für Dritte, den Betrieb von Handelsplattformen für Krypto-Assets, etc. anbieten.
Relevanz für die Finanzindustrie
  • Regulatorische Compliance: Bankmitarbeiter müssen die Anforderungen der MiCA-Regulierung verstehen und einhalten, wenn ihre Institution Dienstleistungen im Bereich der Krypto-Assets anbietet oder plant, dies zu tun, um als Crypto Asset Service Provider (CASP) zu gelten.
  • Erweiterung des Dienstleistungsangebots: Die Kenntnis über CASP-Aktivitäten ermöglicht es Bankmitarbeitern, potenzielle neue Dienstleistungen im Krypto-Bereich zu erkunden und zu implementieren, wie die Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets für Dritte oder den Betrieb von Handelsplattformen für Krypto-Assets.
  • Risikomanagement und Beratung: Das Verständnis der spezifischen Dienstleistungen, die unter CASP fallen, hilft Mitarbeitern, die Risiken dieser Dienstleistungen besser zu bewerten und Kunden fundierte Beratung über Investitionen in Krypto-Assets anzubieten.

Der Begriff Krypto-Asset-Dienstleister (CASP) bezieht sich auf Unternehmen oder Einzelpersonen, die im Rahmen der MiCA-Regulierung (Markets in Crypto Assets Regulation) verschiedene Dienstleistungen im Zusammenhang mit Krypto-Assets innerhalb der Europäischen Union anbieten. MiCA stellt einen umfassenden rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Krypto-Assets und die Regulierung von CASPs innerhalb der 27 EU-Mitgliedstaaten dar und zielt darauf ab, Verbraucherschutz, Marktintegrität und Finanzstabilität zu fördern. Die Regulierung gilt nicht außerhalb Europas.

Gemäß MiCA umfassen die Aktivitäten von CASPs die folgenden Dienstleistungen:

  • Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets im Auftrag Dritter: Diese Dienstleistung beinhaltet die sichere Aufbewahrung von Krypto-Assets sowie die Verwaltung dieser Assets, einschließlich der Durchführung von Transaktionen im Namen des Kunden.
  • Betrieb einer Handelsplattform für Krypto-Assets: Das Anbieten einer Plattform, auf der Nutzer Krypto-Assets handeln können.
  • Umtausch von Krypto-Assets in gesetzliches Zahlungsmittel: Die Umwandlung von Krypto-Assets in Fiat-Währungen, die als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt sind.
  • Umtausch von Krypto-Assets in andere Krypto-Assets: Der Tausch eines Krypto-Assets gegen ein anderes.
  • Ausführung von Aufträgen für Krypto-Assets im Auftrag Dritter: Die Durchführung von Transaktionen mit Krypto-Assets im Namen von Kunden.
  • Platzierung von Krypto-Assets: Das Anbieten von Krypto-Assets zum Verkauf an Investoren, oft im Rahmen von Initial Coin Offerings (ICOs) oder ähnlichen Finanzierungsrunden.
  • Empfang und Übermittlung von Aufträgen für Krypto-Assets im Auftrag Dritter: Das Entgegennehmen und Weiterleiten von Handelsaufträgen für Krypto-Assets von Kunden.
  • Beratung zu Krypto-Assets: Das Bereitstellen von Beratungsdienstleistungen bezüglich Investitionen in Krypto-Assets.

 

Unternehmen, die eine oder mehrere dieser Dienstleistungen in Europa anbieten, werden als CASPs eingestuft und müssen sich entsprechend den Vorgaben der MiCA-Regulierung registrieren und regulieren lassen. Dies soll sicherstellen, dass sie adäquate Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher ergreifen, die Marktintegrität wahren und zur Stabilität des Finanzsystems beitragen.

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